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Chronik

Der MV „Rheinklänge“ Gey eV 1927 hat in den 85 Jahren seines Bestehens eine abwechslungsreiche Geschichte hinter sich gebracht. Einen Einblick in die Geschichte und wie alles begann, sollen Ihnen die nachfolgenden Seiten geben.

Nach Beendigung des ersten Weltkrieges normalisierte sich das Leben so langsam und verlief wieder in den gewohnten Bahnen. Es wurden wieder Feste gefeiert, so wie es früher üblich war, auch das Schützenfest und die Kirmes. Hierbei wurde die Musik-kapelle von den beiden Geyer Spielleuten, Johann Adels und Johann Jakobs beim Festzug und in den Tanzpausen, welche durch Trommel- und Flötenspiel ausgefüllt wurden, unterstützt. Zu Ihnen gesellte sich im Jahre 1927 noch Jakob Poll. Diese Drei nahmen sich zum Ziel einen Spielmannszug zu gründen. Aufgrund der Armut die in dieser Zeit herrschte, schloß man sich zunächst der Freiwilligen Feuerwehr Gey an, da auf diesem Wege eine behördliche Unterstützung bei der Anschaffung von Instrumenten erwartet werden durfte. Schon bald meldeten sich viele junge Männer des Ortes, die die notwendige Begeisterung mitbrachten, um mit den ersten Ausbildern Johann Adels und Jakob Poll zu beginnen. Der Wunsch nach Selbständigkeit und freier Entfaltung als Spielmannszug wuchs, und so löste man sich im Jahre 1929 von der Feuerwehr um künftig als Trommler- und Pfeifercorps „Rheinklänge“ Gey fortzubestehen. Dieser Name wurde abgeleitet nach dem damaligen „Marsch 3“ der den Titel „Rheinklänge“ trug. Das so getaufte Corps verfügt heute noch über das Notenblatt, das unerklärlicherweise mit: Stettin, den 10.August 1937, datiert ist. Die damaligen Behörden waren von dieser Idee jedoch nicht begeistert, und beschlagnahmten die Instrumente als Ihr Eigentum. Trotz der Not und Mittellosigkeit der Mitglieder fand man einen Weg, der dem Corps wieder die Erfüllung seiner Wünsche näher brachte.

Der sonntägliche Frühschoppen, zu dem sich alle trafen, sollte dies bewirken. Jeder durfte für ein Bier und ein paar Zigaretten sein Geld behalten, das übrige Geld wurde in einen rund gehenden Hut gelegt, eine heute fast unvorstellbare Sache. Begeisterung und freiwillige Opferbereitschaft wurden zum Fundament des Corps, dem eine steile Aufwärtsentwicklung nun gesichert schien. So dauerte es eine ganze Zeit, ehe man wieder über Instrumente verfügte und an kirchlichen und weltlichen Festtagen in Gey und den Nachbarorten mit 15 Aktiven teil-nehmen konnte. Im ganzen Kreisgebiet wurde das Corps mit seiner Musik bekannt und verfügte im Jahre 1934 bereits über 20 Aktive. Mit Beginn des zweiten Weltkrieges wurde das Corps wiederum vom Schicksal hart getroffen. Die Einstellung des Spielbetriebes beendete jäh die erfolgreiche Aufbauzeit. Elf aktive Mitglieder des Corps kehrten nicht mehr zurück. Ihnen gilt wie allen unseren Verstorbenen unser Dank und unsere Anerkennung. Nach Beendigung der Kriegswirren durfte das Tambourcorps „Rheinklänge“ Gey als erstes Corps im Kreis Düren mit Genehmigung der Militärregierung vom 24.08.1948, die Spieltätigkeit wieder aufnehmen. Unter dem Vorsitzenden Josef Zeitz und Tambourmajor Rainer Paulus wurde das Corps neu aufgebaut und das Trommel- und Flötenspiel wieder geübt. Ordnung und Disziplin standen immer an erster Stelle des Corps. Dazu gehörten z.B. die regelmäßige Teilnahme an den Übungsstunden, eine saubere Uniform und ein exaktes Spiel. Ebenso aber auch folgender 3. Punkt des Nachtrages zur Satzung vom 7. August 1949: Alle Mitglieder, die bei einem Wecken fehlen, haben sofort eine Strafe von DM 2,-- zu entrichten. Darüber mag man heute sicherlich lachen. Der Erfolg stellte sich in den Folgejahren ein, als man 1951 / 1952 die Kreismeisterschaft erringen konnte. 1954 spielte man erstmals zu Karneval in Köln auf einer Kappensitzung. Glanzvoller Höhepunkt des Jahres 1952 war das 25-jährige Bestehen am 24. und 25. Mai. An diesem Fest konnten noch alle Gründer und 22 Mitglieder aus dem Gründungsjahr 1927 teilnehmen.

Pressebericht aus dem Jahr 1954: Gey im Kölner Rosenmontagszug

Gey. – Das Tambourkorps „Rheinklänge“ aus Gey wird in diesem Jahre an der Spitze des Rosenmontagszuges maschieren. Es wurde außerdem für die Teilnahme an zwei großen Prunksitzungen verpflichtet. Unter seinem Tambourmajor Rainer Paulus waren die Geyer Trommel- und Pfeiffenmänner bereits in Köln, um auf der Karnevals-„Kammer“ ihre schmucken Uniformen in Empfang zu nehmen. Anschließend begann die Kölner Prinzengarde ihre Karnevalsveranstaltungen mit einem Fackelzug, zu dem die Geyer ebenfalls mit aufspielten. Der Kapellmeister der Kölner Prinzengarde, Christian Reuter, der mit seinem Orchester auch in Düren kein Unbekannter ist, hatte das Geyer Tambourcorps „Rheinklänge“ das im Jahre 1952 Kreismeister im Dürener Gebiet wurde, aus vielen anderen Korps für die großen Kölner Veranstaltungen ausgewählt. Seit Jahren bemüht sich Christian Reuter darum, für seinen Musikzug ein passendes Trommler- und Pfeifferkorps zu finden.

Doch was dem Aufschwung zu Beginn der 50er Jahre folgte, war enttäuschend! Viele ältere aktive Mitglieder zogen sich zurück und der Nachwuchs fehlte. Dem Hoch folgte das Tief und es drohte der Zerfall. Dies wollten aber einige Mitglieder nicht hinnehmen und gaben nicht auf. Besonders Wilhelm Engels, 1.Vorsitzender seit dem 23.07.54, Peter Hürtgen I als neuer Tambourmajor und Fritz Weyrauch, das damals älteste aktive Mitglied, zeigten viel Initiative und große Begeisterung um die Jugend für den weiteren Fortbestand des Corps zu gewinnen und auszubilden. Erste Erfolge konnten Anfang der 60er Jahre verzeichnet werden, und die lichten Reihen füllten sich langsam wieder. Ein erfreuliches Ergebnis für das 40-jährige Bestehen, welches am 29. und 30.04.1967 begangen wurde. Dieses Fest zeigte eine Signalwirkung und gab des Ausschlag, daß sich viele junge Mitglieder als Spieler dem Verein anschlossen. Damit war die lange Durststrecke überwunden und 1969 zählte das Corps 74 Mitglieder, davon 29 aktive Spieler.
Die Jugendlichen wurden nicht nur mit viel Fleiß, Ausdauer und Geduld, sondern auch mit viel Freude größtenteils von Peter Hürtgen I und Peter Hürtgen II ausgebildet. Fast täglich wurde dort getrommelt, ins Horn geblasen oder zur Flöte gegriffen.

Zum 45-jährigen Bestehen welches am 29. - 30.04. 1972 gefeiert wurde, konnte sich unser Corps erstmals in neuen Uniformen präsentieren. Doch die große Freude der letzten Jahre über die fruchtbare Aufbauarbeit und das stetige Wachstum wurde im November des gleichen Jahres stark getrübt. Wilhelm Engels, seit 18 Jahren 1. Vor-sitzender des Vereins, verstarb. Er war den Schülern und Jugendlichen des Vereins eine Art „zweiter Vater“ gewesen und den älteren Mitgliedern ein treuer und aufrichtiger Kamerad. Kurze Zeit später verstarb auch der alte Ehrenvorsitzende Josef Zeitz im Alter von 87 Jahren. Trotz dieses großen Verlustes mußte das Vereinsleben weitergehen, und Josef Jansen sen. aus Straß übernahm das Amt des 1.Vorsitzenden. Durch die Anschaffung von 19 Trompeten, 2 Tenorhörner und einer „dicken Tromm“ wurde das musizieren durch die Variante Blasmusik erweitert. Am 15. Mai 1974 wurde erstmals auf den neuen Instrumenten geprobt. Damit war der Grundstein für den Umbruch zur Blasmusik gelegt, und der Vereinsname wurde geändert in Tambourcorps- u. Musikzug „Rheinklänge“ Gey. Es galt nicht nur die Handhabung der Blas-instrumente zu beherrschen, sondern auch die dazu gehörigen Notenkenntnisse mußten neu erlernt werden. Zur bisherigen Ausbildung kamen also neue, zusätzliche Belastungen hinzu. Die Begeisterung war so groß, daß auch diese Hürde genommen wurde, und am 01.02.1975 erstmals auf der Kappensitzung in Gey Karnevalsmelodien präsentiert werden konnten.

Hat man in den ersten Jahren überwiegend mit Trompeten musiziert, so vollzog sich in den Folgejahren bis hin zur Gegenwart nach und nach eine Vervollständigung des Klangkörpers. Instrumente wie Bariton, Tuba, Flöte, Flügelhorn, Klarinette, Saxophon, Posaune Tenorhorn, Waldhorn und Schlagzeug wurden integriert. Nachdem sich der Vorstand 1970 noch gegen weibliche aktive Mitglieder ausgesprochen hatte, wurde dieser Beschluß 1976 aufgehoben, und mit Annemie Lang (Tochter v. P. Hürtgen II) trat das erste weibliche aktive Mitglied dem Verein bei. Im Laufe der Jahre sollten diesem Beispiel weitere folgen. Auch die Verbindung zum Rhein blieb weiterhin bestehen, und so nahmen wir in den Jahren 1976 und 1977 am Veedelszoch in Köln-Niehl teil. Der Höhepunkt des Jahres 1977 war das 50-jährige Bestehen. Mit einem Festkonzert, gestaltet vom JBO Lendersdorf und der Folkloregruppe Crescendo, dem sich die Festversammlung anschloß, wurden die Feierlichkeiten am 03.06.1977 eröffnet. Im Laufe der Veranstaltung konnten bei der Jubilarehrung 13 Mitglieder für eine 40-jährige Vereinszugehörigkeit und mehr, sowie weitere 13 Mitglieder für 25-jährige Vereinszugehörigkeit und mehr ausgezeichnet werden. Der Eröffnungsumzug am 04.06. 1977 wurde von einem Musikverein und 2 Tambourcorps musik. gestaltet. 9 befreundete Spielmannszüge und ein Musikverein nahmen am großen Festzug am 05.06.1977 teil, der im Festzelt mit einem Gesamtspiel seinen Abschluß fand. Mit dem abendlichen Abschlußball klang ein großes Fest für unseren Verein aus.

Fritz Weyrauch (†), das bis dahin älteste aktive Mitglied, schied nach fast 50-jähriger aktiver Spielertätigkeit aus dem Kreis der Aktiven aus. Für seinen treuen Einsatz und seine Verdienste um den Verein danken wir Ihm und erinnern uns gerne an die gemeinsame Zeit. 1978 löste Rolf Spindler Josef Jansen sen. (†) als ersten Vorsitzenden ab. Einen fröhlichen Tag verlebten die Mitglieder in Königswinter und im Ahrtal, mit Ausklang in gemütlicher Runde im Vereinslokal. Zum „Jahr des Kindes“ initierte unsere Jugendabteilung einen „Tag der Kinder“ am 21.10.1979 auf dem Sportplatz in Gey. Aus dieser Veranstaltung konnte ein Reinerlös von ca. DM 1300,-- dem Kindergarten in Gey übergeben werden. Der Jahresausflug führte uns in diesem Jahr zur Houverather Kirmes, wo für uns alle erstaunlicher Weise die Parade dreimal abgenommen wurde. Unsere Teilnahme brachte uns eine Einladung fürs nächste Jahr zum Karnevalsumzug im Nachbarort Doveren ein. Unter Mitwirkung des MV „Frohsinn“ Schmidt wurde am 18.05.1980 das erste Konzert in der Mehrzweckhalle in Gey veranstaltet. In der Bevölkerung kam das Konzert so gut an, daß der Wunsch nach einer Wiederholung laut wurde. Diesem Wunsch wird bis heute jedes Jahr im Oktober entsprochen.

Ein Wort des Dankes, welches nicht unerwähnt bleiben soll, gebührt auch dem „wachsamen Auge“ der Finanzen. Am 30.01.1982 übernahm Peter Huppertz das Amt des Kassierers, und kümmert sich seit dieser Zeit in vorbildlicherweise um eine exakte Kassenführung.

Neben den zahlreichen Umzügen zu Karneval, Schützen- und Maifesten kann aus den 80er Jahren noch von nachstehenden Höhepunkten berichtet werden:

  • Ausflug nach Heimerzheim und Teilnahme am Winzerfest 1980, mit Musik. Begleitung der Weinkönigin im Festzug
  • Teilnahme am Karnevalsumzug in Doveren 1981
  • Teilnahme am Priesterjubiläum von Arnold Poll am Fronleich-namstag 1981 in Houverath
  • Konzert in der Mehrzweckhalle Gey, mit Teilnahme der Musikfreunde Kleinhau und den Jagdhornbläsern aus Gürzenich
  • 55-jähriges Bestehen, 23.10.1982 Tanzabend mit der „Dancing Band“, 24.10.1982 Jubiläumskonzert, mit der Bläservereinigung Merode und unseren eigenen Kräften
  • 08.-10.10.1983 – erster mehrtägiger Vereinsausflug nach Berlin. Eine Fahrt mit Hindernissen, die man nicht vergißt.
  • Im Oktober fand das jetzt schon obligatorische Konzert unter Mitwirkung des MV „Euphonie“ Mariaweiler statt.

1984 wurde Günter Steckenborn zum neuen 1.Vorsitzenden gewählt. Er folgte damit Rolf Spindler. Auch heute noch wird dieses Amt von Ihm bekleidet und es ist eines von vielen Beispielen für Beständigkeit in der Vereinsarbeit. Zum 5. Konzert konnte im Oktober 1984 ein weiteres kleines Jubiläum gefeiert werden. 10 Jahre Blasmusik bei der „Rheinklänge“ Gey. Die Gestaltung des Konzertes übernahmen neben uns noch die „Postwakers“ aus den Niederlanden. Nachdem sich seit 5 Jahren kein Nachwuchs mehr einstellte, wurden 1985 in Gey, Straß, Horm und Schafberg 750 Werbebriefe verteilt, die uns 5 neue Anmeldungen brachten. Mit dem JBO Kreuzau nahmen wir am Schützenzug in Düsseldorf teil, und gestalteten gemeinsam unser Konzert.
1986 und wieder ein Jubiläum!
Peter Hürtgen I wurde im August für seine 30-jährige Chorführertätigkeit durch die Aktiven und den Vorstand des Vereins geehrt. Durch seinen unermüdlichen Einsatz hat er die Entwicklung des Vereins stets vorangetrieben und wesentlich geprägt. Das Konzert unter Mitwirkung des MV „Diana“ Kesternich war einer von 53 Auftritten die der Musikzug in diesem Jahr absolvierte.

60-jähriges Bestehen vom 22.05.- 24.05.1987

Das 60-jährige Bestehen wurde am 22.05.1987 mit einem Festkommers eröffnet, dem sich ein Tanzabend anschloß. Der Eröffnungsumzug am 23.05.1987 wurde von 7 Musikkapellen und 6 Tambourcorps begleitet. Zum großen Festumzug am 24.05.1987 konnten 8 Musikvereine und 4 Tambourcorps sowie die Ortsvereine aus Gey und Straß begrüßt werden, so daß der Bevölkerung ein prächtiger Anblick präsentiert werden konnte.

Im Anschluß an den Festzug fand im Festzelt unter musik. Mitwirkung der Gastvereine der Ausklang statt. Zum 60-jährigen Bestehen zählte man 22 aktive Mitglieder, 3 Jugendliche in der Ausbildung, 51 passive Mitglieder sowie 11 Ehrenmitglieder.

Rund 50 Auftritte, darunter kirchliche Veranstaltungen, Jubiläen, Karneval, Mai- und Schützenumzüge, wurden in diesem Jahr absolviert. Überall, wo eine Musik gebraucht wurde, waren wir zur Stelle. Einen guten Besuch verzeichnete auch unsere Konzertveranstaltung am 25.10.87 in der Mehrzweckhalle, bei der uns die Bläsergruppe Ellen musikalisch unterstützte.

Zum Geselligen im Geschäftsjahr 1988 trugen das Grillfest am 02.07.88, und Vereinsausflug vom 14.10.-18.10.88 nach Ainring bei. Um die Mühen der Aktiven zu belohnen und die Kameradschaft innerhalb des Vereins zu stärken, wurde am 02.07.88 ein Grillfest im Vereinslokal Reinartz durchgeführt. Bei guter Stimmung wurden hier einige vergnügsame Stunden gemeinsam verbracht. Für eine 40-jährige Mitgliedschaft wurden bei dieser Gelegenheit Peter Hürtgen I und Franz Schmitz ausgezeichnet. Nach 5-jähriger Abstinenz wurde wieder ein Vereinsausflug durchgeführt. Als Ziel hatte man den „Singenden Wirt“ in Ainring avisiert. Nach strapaziöser nächtlicher Anreise wurden wir hier bereits mit einem bayrischen Frühstück erwartet, dem sich gleich ein Frühschoppen mit musik. Einlagen des Wirtes anschloß. Der weitere Ablauf war bestimmt von einigen Ausflügen zu den Sehenswürdigkeiten des Berchtesgadener Landes sowie Unterhaltungsabende mit dem „Singenden Wirt“. Alle waren von den Tagen in Ainring so begeistert, daß noch Wochen später dieser Ausflug in aller Munde war. Wieder Zuhause angekommen, galt es die Vorbereitungen für das Konzert am 23.10.88 fortzuführen. Unter Mitwirkung der Musikfreunde Kleinhau wurde dem Publikum ein bunter Reigen volkstümlicher Blasmusik geboten. Die Anzahl der Auftritte lag in diesem Jahr bei 46.

Beim Grillfest am 12.08.89 konnten 6 Mitglieder für eine 40-jährige Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet werden: P. Hürtgen II, Willi Breuer, Peter Kirschbaum, Toni Poll, Josef Gerhards und Josef Poll. Am 15.10.89 wurde unsere Konzertveranstaltung zum 10. Mal durchgeführt. Aus diesem Anlaß wurde beschlossen, den musikalischen Part der Veranstaltung dem Bergmannsorchester der Rheinbraun zu übertragen.

Da der Nachwuchs seit mehreren Jahren ausblieb, wurden in 1989 mehrere Aktionen der Nachwuchswerbung in Form von Hauswurf-sendungen durchgeführt. Unsere Bemühungen blieben leider erfolglos - wir konnten keine Neuzugänge verzeichnen.

Eine weitere bittere Nachricht war der drohende Verlust unseres Übungsraumes. Das Gebäude der „Alten Waschanstalt“ an der Dürener Str., in dem wir unsere wöchentlichen Proben abhalten, wurde verkauft und durch den Neubau der KSK ersetzt. Für die Übergangszeit wurde uns die Nutzung des Feuerwehrgerätehauses genehmigt, in dem wir für ca. 2 Jahre unsere Proben durchführten. Die Anzahl der Auftritte blieb bei 46. Nach langer Durststrecke konnten wir in diesem Jahr 8 Neuzu-gänge auf der Aktivenseite verzeichnen. 2 Spieler und 6 Auszubildende traten in 1990 dem Musikzug „Rheinklänge“ Gey bei. Unser Vereins-ausflug führte uns vom 05.10.-09.10.90 nach Reith im Alpbachtal. Das 11. Jahreskonzert fand am 28.10.90 unter Mitwirkung des Blasorchesters Birkesdorf statt, und war einer von insgesamt 47 Auftritten. Für 1991 standen 41 Auftritte auf dem Terminplan, darunter eine Vielzahl an Umzügen zu Schützen- und Maifesten. Fester Bestandteil des Termin-plans ist das jährlich stattfindende Konzert, bei dem am 20.10.91 zwei verdiente Mitglieder für ihre mehr als 40-jährige aktive Mitarbeit im Musikzug eine besondere Ehrung zuteil wurde. Durch den Vorsitzenden des KV Düren, Herrn Josef Klinkenberg, wurden Peter Hürtgen I und Peter Hürtgen II mit der Ehrennadel in Gold des Volksmusikerbundes für 40-jährige aktive Tätigkeit ausgezeichnet. Für 35-jährige Tätigkeit als Chorführer bzw. Dirigent wurde P. Hürtgen I noch zusätzlich durch den Kreisdirigenten des KV Düren, Herrn Krüttgen mit der Dirigentennadel in Gold ausgezeichnet. Für zünftige Musik sorgten an diesem Nachmittag die eigenen Kräfte und der MV „Heimatecho“ Steckenborn.

Am 13.10.91 war es dann soweit - unsere Vereinswirtin Mali Reinartz hatte zum Geburtstag geladen und alle Stammgäste ließen sich nicht zweimal bitten. Es versteht sich von selbst, daß auch der Musikzug „Rheinklänge“ Gey seiner „Mali“ auf musikalische Weise zum 80.Geburtstag gratulierte. Bei Blasmusik und Freibier wurde bis in den Nachmittag hinein gefeiert, und unserer Wirtin ein Geburtstag mit bleibender Erinnerung bereitet. Leider war es das letzte große Fest zu dem wir unserer Vereinswirtin gratulieren konnten. Zu den 42 Auftritten die in 1992 absolviert wurden zählte u.a. auch die Mitwirkung beim Empfang der Karnevalsvereine im Rathaus der Gemeinde.
Am 23.05.92 wurde unter der musik. Mitwirkung des Musikzuges der Neubau der KSK in Gey eingeweiht. Bei der ersten Probe wurde jedoch festgestellt, daß eine Nutzung der Räumlichkeit in dieser Form nicht möglich ist. Eine Schallisolierung mußte her, da wir von unserer eigenen Musik fast „erschlagen“ wurden. Diese hat man in gemeinsamer Eigenleistung mit dem LVB angebracht, und so konnten wir am 08.03.93 erstmals in den neuen Räumlichkeiten wieder nach Herzenslust unserer Probe nachgehen. Unser Dank gilt den Vertretern der Gemeinde und der KSK, die uns wieder ein Zuhause gegeben hatten. Nicht vergessen wollen wir auch an dieser Stelle die Kameraden der Löschgruppe Gey unter Ihrem damaligen Löschgruppenführer Paul Karl, die uns Ihre Räumlichkeiten für die Übergangszeit zur Verfügung gestellt hatten. Auch kam in diesem Jahr das Gesellige nicht zu kurz. Das Grillfest wurde am 19.07.92 erstmalig in der Grillhütte am Zeppbusch veranstaltet. War auch der Weg dorthin für viele lang und beschwerlich, so wurden doch alle Teilnehmer durch eine gelungene Veranstaltung mit musik. Einlagen des Musikzuges bei sommerlichen Temperaturen für die Aufstiegsmühen belohnt.
Nach einem Jahr Pause, stand auch wieder ein Vereinsausflug auf dem Programm. Mit 2 Bussen ging die Fahrt vom 16.10. -20.10.92 nach Saalbach-Hinterglemm. Bei strahlendem Sonnenschein erreichten wir am Samstagmorgen unser Quartier. Hüttenwanderung, Ausflugsfahrten und abendl. Veranstaltungen trugen zu einem gelungen Ausflug bei.
Musik. Höhepunkt des Jahres war die Konzertveranstaltung am 25.10.92 unter Mitwirkung der Original Rureifel Musikanten. Im Laufe dieser Veranstaltung konnten die Mitglieder Albert Hilger für 40 Jahre und Hans-Peter Hürtgen für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit ausgezeichnet werden.


Was tun ? Uns geht der Stoff aus!
Nachdem der Stoff für unsere Uniformen nicht mehr hergestellt wurde, war guter Rat gefragt. Es wurden Kataloge gewälzt, Stoffproben begutachtet, Angebote eingeholt, doch irgendwie konnte kein gemeinsamer Konsens gefunden werden. Also alles nochmals gründlich durcharbeiten bis zur nächsten Sitzung. Endlich konnte sich dann auf eine Uniform bestehend aus Hose, Weste, Jacke und Binder festgelegt werden, die auf der Jahreshauptversammlung am 29.01.93 den Mitgliedern vorgestellt wurde. Nach gesicherter Finanzierung wurde Maß genommen und die neue Uniform in Auftrag gegeben. Beim 80-jährigen Bestehen der Löschgruppe Gey am 09.05.93 konnten wir uns erstmals in der neuen Uniform der Öffentlichkeit vorstellen. Zu den 53 Auftritten zählte auch das allerseits beliebte Jahreskonzert am 24.10.93 unter Mitwirkung MV Kalterherberg.
Auf Jahreshauptversammlung am 08.01.94 wurde der Vereinsname geändert in Musikverein "Rheinklänge" Gey, um eine eindeutige Identifikation zu erreichen. Die Nachwuchswerbung wurde in diesem Jahr intensiviert. Per Hauswurfsendung wurde das neu erstellte Ausbildungs-konzept der Bevölkerung vorgestellt. Für die Ausbildung der Jugendlichen konnten u.a. Musikstudenten der Hochschule Aachen, sowie erfahrene Musiker mit entsprechender musikalischer Voraus-setzung verpflichtet werden. Damit wurde die Ausbildung des Nachwuchses in professionelle Hände gelegt. Die Ausbildung erfolgt nach den Grundlagen des Deutschen Volksmusikerbundes, und wird mit den Leistungsprüfungen der D-Lehrgänge abgeschlossen. Beim Tag der Musik am 07.08.94 wurden die einzelnen Instrumente den Interessenten vorgestellt und erklärt. Ferner bestand auch Gelegenheit die Instrumente zu probieren und somit seine Neigung für ein bestimmtes Instrument zu testen. Die Informationsveranstaltung fand reges Interesse und so konnten im Laufe des Tages und der folgenden Wochen 12 Jugendliche für die Ausbildung gewonnen werden. Großen Anteil an der Erstellung und Verwirklichung des neuen Ausbildungskonzeptes hat unser Jugendleiter Hans-Peter Hürtgen, dem wir für seine geleistete Arbeit in dieser für den Verein so (über) lebenswichtigen Angelegenheit zu großem Dank verpflichtet sind.

Zu den geselligen Veranstaltungen zählten das Grillfest in der Grillhütte am 20.08.94 sowie der Vereinsausflug vom 01.-04.10.94 nach Loßburg im Schwarzwald. Das Jahreskonzert fand am 23.10.94 unter Mitwirkung des MV Roetgen statt, und bildete den äußeren Rahmen der Ehrungen für 25-jährige Mitgliedschaft von Toni und Norbert Winzen. Die Anzahl der Auftritte lag bei 56.

Zu den 51 Auftritten in 1995 gehörte auch erstmals nach langer Zeit wieder die Teilnahme an einem „Veedelszoch“ zu Karneval. Am Orchideen-Sonntag wurden wir gegen Mittag zu Kölsch und Erbsensuppe in Köln-Lövenich erwartet. Nach der willkommenen Stärkung und einigen musikalischen Vorträgen setzte sich der Karnevalszug in Bewegung. Die Verbindung zur Vereinsgemeinschaft Lövenich hat auch heute noch Bestand.
Am 22.06.95 wurde unserem Dirigenten Peter Hürtgen I im Rathaus der Gemeinde Hürtgenwald der Bürgerpreis für seine besonderen Verdienste um den Musikverein verliehen. Peter Hürtgen I ist seit dem 23.05.48 aktives Mitglied im heutigen Musikverein, dem er seit dem 26.08.56 als Chorführer / Dirigent vorsteht. Zudem bekleidete er noch 25 Jahre ( 1961-1986) das Amt des Geschäftsführers und war als Ausbilder für Flöte und Horn tätig.
Erstmals seit 16 Jahren wurde eine Konzertveranstaltung musikalisch alleine gestaltet. Aufgrund der finanziellen Mehraufwendungen für die Ausbildung galt es die Ausgaben wo möglich zu reduzieren. Was lag da näher, als die Kosten für eine Gastkapelle einzusparen. Ein gewagter Versuch, da viele Besucher die unterschiedlichen Musikrichtungen die durch die Teilnahme einer Gastkapelle gegeben sind schätzten. Die neu einstudierten Stücke wurden vom Publikum mit Erstaunen aufgenommen, so daß sich die anfängliche Skepsis schnell in Begeisterung wandelte. Im Nachhinein können wir sagen, daß unsere Entscheidung richtig war. Wilfried Hürtgen wurde während der Veranstaltung die Ehrung für 25-jährige Mitgliedschaft zuteil.
Anstelle des Grillfestes wurde in diesem Jahr eine Weihnachtsfeier mit vorheriger Wanderung durch die heimischen Wälder für alle Mitglieder durchgeführt. Anschließend kehrte man ins neue Pfarrheim ein, wo der Nikolaus nicht lange auf sich warten ließ. Unsere Auszubildenden hatten eigens für diesen Nachmittag einige Weihnachtslieder geübt und gaben hier ihre erste öffentliche Kostprobe, die von den Anwesenden mit viel Beifall bedacht wurde. Am 06.07.96 wurde auf dem Vorplatz der Mehrzweckhalle erstmalig ein musikalischer Dämmerschoppen veran-staltet. Für das leibliche Wohl war bestens gesorgt, so daß sich unsere Gäste einen gemütlichen Nachmittag bei unterhaltsamer Blasmusik gönnen konnten. Leider hielten die schlechten Witterungsverhältnisse viele vom Besuch der Veranstaltung ab. Dennoch war es ein gelungener Nachmittag der nach Meinung der Anwesenden wiederholt werden sollte.
Um die Vorbereitung für das anstehende Jahreskonzert optimal zu gestalten, wurde erstmals ein Probewochenende durchgeführt. Damit sich ganz auf die Musik konzentriert werden konnte, verbrachten die Aktiven das Wochenende vom 11.09. - 13.09.96 in der Jugendherberge in Rurberg. Hier wurde intensiv an den Schwachstellen der vorher einstudierten Stücke gearbeitet, und der letzte Feinschliff durchgeführt. Die Konzertveranstaltung am 20.10.96 bestätigte dann, daß sich die intensiven Probearbeiten gelohnt hatten. Eine Vielzahl neuer Titel aus Klassik, Film und neuzeitlicher Musik verdeutlichten dem begeisterten Publikum die breite Palette der Blasmusik die durch intensive Probe möglich ist. Der Vereinsausflug führte uns in der Zeit vom 25.-27.10.96 nach Winterberg, wo u.a. ein Besuch der Bob- und Rodelbahn, des Erzbergwerks und eine Planwagenfahrt auf dem Programm standen. Auch unser Nachwuchs machte auf sich aufmerksam in dem von 5 Auszubildenden die Leistungsprüfung zum D-1 Lehrgang bestanden wurde. Ferner wurde das Ausbildungskonzept durch die Einführung der musik. Früherziehung ergänzt, wozu prompt 18 Anmeldungen eingingen.

70-jähriges Bestehen

Vom 01.-04.05.1997 konnten wir das 70-jähriges Bestehen feiern, und in Verbindung damit auch als Ausrichter des Kreismusikfestes 1997 fungieren. Eine Bereicherung des Festes war sicherlich der Sternmarsch am 01.05.1997, der nach langer Zeit erstmals wieder durchgeführt wurde. 5 Blaskapellen und 2 Tambourcorps führten die Anwohner der Konzertplätze unter klingendem Spiel ins Festzelt. Unter der Beteiligung von 7 Tambourcorps, sowie den Ortsvereinen aus Gey und Straß zog am 03.05.1997 der Festzug durch die Straßen unseres Ortes. Beim großen Tanz- und Showabend am 03.05.1997 mit dem Struwwelpeter-Sextett war das Festzelt bis auf den letzten Platz gefüllt. Die 6 Musiker hatten es verstanden durch ihr abwechslungsreiches Programm Stimmung und Begeisterung von der ersten bis zur letzten Minute zu vermitteln. Kein Wunder - daß der Abend verlängert wurde. Das ganztägige Platzkonzert zum Abschluß der Feierlichkeiten war ebenfalls eine Werbung für die Blas- und Spielmannsmusik. 4 Tambourcorps und 6 Musikkapellen sorgten den ganzen Tag über für beste musik. Unterhaltung. Insgesamt haben an diesen 4 tollen Festtagen 23 Musikvereinigungen teilgenom-men. Besonders erfreulich war die Tatsache, daß auch Vereine aus anderen Kreisverbänden unserer Einladung gefolgt sind, und somit wesentlich zum Gelingen beigetragen haben.
Im Jahr des 70-jährigen Bestehens gehörten per 31.12.1997 dem Musikverein „Rheinklänge“ Gey 135 Mitglieder an, mit nachstehender Zusammensetzung:

Hauptorchester: 28 Mitglieder
Nachwuchs: 34 Mitglieder
Passive Mitglieder: 63 Mitglieder
Ehrenmitglieder: 10 Mitglieder

Zu den 63 Auftritten die in 1997 absolviert wurden zählte auch wiederum die Teilnahme am „Veedelszoch“ in Lövenich-Weiden sowie unser Herbstkonzert am 19.10.1997. Ferner wurde im November die Leistungsprüfung zu den verschiedenen D-Lehrgängen von 6 Musikern bestanden. (3x D-1, 2x D-2, 1x D-3).

Am 23.05.1998 galt es eine Ehrung besonderer Art vorzunehmen. Zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte konnte ein Mitglied auf 50 Jahre aktive Mitgliedschaft zurückblicken. Mit Pauken und Trompeten zogen die Aktiven am 23.05.1998 zu Peter Hürtgen I und gratulierten Ihrem Dirigenten auf musik. Weise zu diesem seltenen Jubiläum.
Das Interesse, sich musikalisch zu betätigen, hielt auch in 1998 an. Im Laufe des Jahres konnten wir 13 Neuanmeldungen für eine Ausbildung verzeichnen. Der musik. Dämmerschoppen am 20.06.1998 und das Herbstkonzert waren die herausragenden Ereignisse. Unterstützt wurden wir beim Dämmerschoppen durch die Engelgauer Musikanten. Während des Herbstkonzertes am 18.10.1998 wurden die Mitglieder Alfred Frangenheim, Franz Schmitz und Peter Hürtgen I für Ihre 50-jährige Vereinszugehörigkeit geehrt. Zusätzlich wurde Peter Hürtgen I noch die Ehrung des Volksmusikerbundes für 50 Jahre aktive Mitgliedschaft zuteil, die durch Herrn Winands vom Kreisverbandsvorstand durchgeführt wurde. Beendet wurde das Geschäftsjahr 1998 durch die Gestaltung der Weihnachtsandacht sowie der Silvestermesse. Eine völlig neue Erfahrung war für alle Aktiven die musik. Gestaltung des karnevalistischen Frühschoppens am 31.01.1999 in Kirchherten. Schließlich galt es ein 4-stündiges Programm mit Karnevalsmusik auszufüllen, und das Publikum in Stimmung zu halten. Unsere mitgereisten „Fans“ haben uns auch hier wieder hervorragend unterstützt, und wir wurden für 2000 erneut verpflichtet. Eine weitere Premiere war das erstmals am 20.04.1999 veranstaltete Frühjahrskonzert, welches als reine Konzertveranstaltung unter der Dirigentschaft von Christoph Fahle durchgeführt wurde. Unser Publikum sollte die Möglichkeit haben, ohne störende Geräuschkulisse unge-zwungen der Musik lauschen zu können. Viele Anstrengungen wurden unternommen um eine dem Anlass würdige Atmosphäre für Zuhörer und Musiker zu schaffen. Das überwiegend konzertante Programm fand ein positives Echo, und so haben wir auch diese Veranstaltung zu einem festen Bestandteil unserer musik. Aktivitäten werden lassen. Am 07.05.1999 hieß es einsteigen zum Vereinsausflug. Unser Ziel war das Städtchen Lich in Hessen, wo wir am Samstagnachmittag ein Platzkonzert im Rahmen des Altstadtfestes geben konnten. Rund 140 Teilnehmer hatten sich zum Grillfest am 08.08.1999 angesagt, um bei sommerlichen Temperaturen einen kurzweiligen Nachmittag bei Grillspezialitäten und kurzweiligen Einlagen zu erleben. Nach 18 erfolgreichen Jahren „Musik ist Trumpf“ wurde die Programmgestaltung unseres Herbstkonzertes modifiziert. Bekannte Schmankerl vom Oktoberfest wie Weißbier, Obstler, Brezeln, etc. wurden zusätzlich originell angeboten und auch positiv von den Besuchern angenommen, so daß diese Veranstaltung Ihre Anziehungskraft weiter steigern konnte. Auch zum sog. Jahrtausendwechsel ließ sich der Musikverein etwas einfallen und lud zur Silvesterparty ins Pfarrheim ein. Nachdem sich die Teilnehmer am Buffet gestärkt hatten wurde die Zeit bis zum Jahreswechsel mit einem lustigen Rahmenprogramm ausgefüllt. Aus dem Jugendbereich konnte von einem erfolgreichen Workshop berichtet werden, weitere 12 Nachwuchskräfte wurden für die Instrumental-ausbildung gewonnen. 3 Nachwuchskräfte absolvierten mit Erfolg die Prüfungen im D-Bereich des Dt. Volksmusikerbundes. Langsam aber sicher machten sich die Ausbildungsaktivitäten der letzten Jahre bemerk-bar und so konnte unser Nachwuchsorchester erstmalig die musik. Gestaltung der Festandacht zu Weihnachten übernehmen.

Erinnern wollen wir uns aber auch an unsere in 1998 und 1999 verstorbenen Gründungs- und Ehrenmitglieder Franz Plück, Peter Weyrauch und Albert Hilger.
Nach 52 Jahren aktiver Mitgliedschaft trat Peter Hürtgen I im Januar 2000 zurück und übergab die musik. Leitung des Vereins an Christoph Fahle. Durch sein ehrenamtliches Engagement in mehr als 50 Jahren für den Verein, hat er uns ein beispielhaftes Vereinsleben aufgezeigt.

Neben dem Frühjahrs- und Herbstkonzert zählte auch der gemeinsame Ausflug mit den Schützen aus Straß zur Kreuzeinweihung nach Thier-bach zu den besonderen Ereignissen. Im Jugendbereich legten 3 Nach-wuchskräfte die Prüfungen im D-Bereich mit Erfolg ab. Am 20.11.2000 wurde das Nachwuchsorchester neu formiert. Insgesamt 15 Nachwuchs-musiker starteten unter der musik. Leitung von Christoph Fahle in die neue Ausbildungsphase. Der 1. öffentliche Auftritt, die Gestaltung der Festandacht am 1. Weihnachtstag, wurde mit Bravour bewältigt. Am 26.11.2000 wurde ein weiterer Workshop durchgeführt der insgesamt 14 Kinder für die Instrumentalausbildung hervorbrachte. Auch im Freizeit-bereich wurde mit den Kindern und Jugendlichen viel unternommen wie z.B. eine Fahrradtour nach Heimbach, Besuch der Musicals „Tabaluga“ in Oberhausen und „Pumuckl“ in Euskirchen.

Tief getroffen hat uns die Nachricht vom Tode unseres Mitglieds Hans-Theo Hellmann, der 1960 eintrat und bis Mai 1976 aktiv am Spiel-geschehen teilgenommen hat. Von 1970 – 1982 war er zusätzlich noch als Kassierer tätig und hat sich stets um die Jugendlichen und das gesellige Vereinsleben bemüht. Gerne erinnern wir uns an die gemeinsame Zeit die wir miteinander verbringen durften.

In 2001 waren wir auf vielen Jubiläen befreundeter Musik- und Schützenvereine anzutreffen. Festkommerse wurden musik. gestaltet, Unterhaltungsmusik dargeboten und auch der Große Zapfenstreich stand mehrfach auf dem Programm. Im Rahmen der Kreiskulturtage die in Hürtgenwald veranstaltet wurden, fand am 22.09.2001 ein gemeinsames Platzkonzert der Hürtgenwalder Blasmusikvereine statt. Unter Mitwirkung der „Volksmusikanten“ Vossenack, „Musikfreunde“ Kleinhau und des MV „Rheinklänge“ Gey trugen ca. 80 Musiker das breite Spektrum der Blasmusik mit den unterschiedlichsten Stilrichtungen vor. Beim Oktober-fest am 20.10.2001 galt es wiederum langjährige Mitglieder für Ihre Vereinstreue auszuzeichnen. Für 65-jährige Mitgliedschaft wurden Willi u. Peter Frangenheim geehrt. Auf eine 25-jährige Mitgliedschaft konnten Petra Hüffel, Annemie Lang, Willi Huppertz und Adolf Stoffels zurückblicken.
Nach langer schwerer Krankheit verstarb im Januar 2002 unser Gründungs- und Ehrenmitglied Jakob Gottschalk. Leider war Ihm nicht mehr die Zeit gegeben, das 75-jähriges Bestehen zu erleben.

Nach 20 Jahren Kassierertätigkeit legte Peter Huppertz im Jahr 2002 sein Amt nieder. Hierfür gilt ihm der Dank des Vereins. Im gleichen Jahr wurden die Nachwuchsorchester Vossenack und Gey unter dem Namen Jugendorchester Hürtgenwald zusammengelegt. Unter der Leitung von Simone König spielten 32 Aktive Jugendliche in diesem Orchester.

Bereits ein Jahr später besuchte man mit insgesamt 80 Personen anlässlich des Zeltfestes die Musikkapelle Fiss in Tirol. Neben musikalischen Auftritten erlebten wir einige schöne Tage in den Bergen Tirols.

Auch die Nachwuchsarbeit steht nun wieder auf festem Boden und wird weiterhin erfolgreich betrieben.

Nach mehrjähriger Pause wurde im Jahr 2004 wieder ein Dämmerschoppen im Bankenviertel veranstaltet, jedoch aufgrund schlechter Wetterbedingungen blieb die Besucherzahl hinter den Erwartungen zurück. Im gleichen Jahr wurde am 4. Adventssonntag erstmals ein Kirchenkonzert in der Pfarrkirche Gey dargeboten. Aufgrund der großen Resonanz beschloss man diese Veranstaltung dauerhaft durchzuführen. 10 junge Musikerinnen und Musiker rücken nun aus der Instrumentalausbildung ins Hauptorchester nach.

Nach zwei Jahren Tätigkeit als Kassierer legte Franz Josef Maus 2005 aus beruflichen Gründen sein Amt nieder. Dies wurde dann vom langjährigen Kassierer Peter Huppertz wieder übernommen. Ebenfalls konnte man auf der Kappensitzung in Gey diese mit einer 16köpfigen Sitzungsband musikalisch begleiteten, welches bis zum heutigen Tag Bestand hat.

Im Jahre 2006 veranstaltete man gemeinsam mit den Schützen aus Golzheim in deren Bürgerhalle ein Oktoberfest.

Höhepunkt des Jahres 2007 war das 80jährige Bestehen welches wir drei Tage lang im Juni feierten. Zusammen mit 2 Spielmannszügen und 7 Musikkapellen wurden wiederum Platzkonzerte mit anschließendem Sternmarsch ins Festzelt durchgeführt, die mit großer Resonanz durch die Bevölkerung aufgenommen wurde.

Im Jahr 2008 konnte Günter Steckenborn auf eine 25jährige Tätigkeit als 1. Vorsitzender zurückblicken.

Im Jahr 2010 erfolgte die Auflösung des Jugendorchesters Hürtgenwald durch einen gemeinsamen Beschluss der beiden Vorstände, konnte man zu diesem Zeitpunkt nur noch auf 10 Aktive zurückgreifen. In diesem Jahr wurde von Vorstandsseite die Reform der fachlichen Ausbildung von Musikalischer Früherziehung und Instrumentalausbildung sowie die Gesamtfinanzierung der Ausbildung sehr hoch angesetzt. Ein Höhepunkt diesen Jahres waren die Gemeinschaftskonzerte mit dem Musikverein Sinzenich im April in Gey und im November in Schwerfen.

Höhepunkt des Jahres 2011 war ein dreitägiger Ausflug nach Hamburg der allen Teilnehmern in guter Erinnerung geblieben ist.

2012 konnten wir wir in gewohnter Weise das 85jährige Bestehen feiern, zu dem wir wieder die Musikkapelle aus Fiss in Tirol bei uns begrüßen konnten. Im September diesen Jahres trat unser Geschäftsführer Norbert Winzen nach fast 27jähriger Tätigkeit als Geschäftsführer zurück. Seiner geleisteten Arbeit in den ganzen Jahren gilt unser Dank.

2013 brachte wieder neue Herausforderungen an den Verein, wir veranstalteten Mitte Juni die 1. Kulinarische Sommernacht in Gey. Neben den musikalischen Darbietungen konnten sich die Gäste an vielerlei kulinarischen Spezialitäten bedienen.

Auf der Jahreshauptversammlung 2014 trat Günter Steckenborn nach 30 Jahren als 1. Vorsitzender des Musikvereins zurück, eine Dauer die bisher keiner der Vorsitzenden aufweisen konnte. Ihm gilt der Dank des Musikvereins. Für seine Verdienste wurde er im Mai 2014 mit dem Landesehrenteller des Volksmusikerbundes NRW, der zweithöchsten Auszeichnung des Verbandes geehrt. Ein Jahr später wurde er zum Ehrenvorsitzenden und Ehrenmitglied des Vereins ernannt.
In 2014 wurde erstmals am Vorabend von „Musik ist Trumpf“ ein zünftiges Oktoberfest in der Mehrzweckhalle veranstaltet, welches in der Bevölkerung eine gute Resonanz fand.

2015 erhielten wir anlässlich „Musik ist Trumpf“ Besuch aus den Niederlanden, die Musikkapelle „Harmonie St. Gerlachus“ aus Oirsbeck gestaltete unser Fest musikalisch mit. Die 2. Kulinarische Sommernacht und das 2. Oktoberfest waren ebenfalls fester Programmbestandteil in diesem Jahr.

2016 stand dann der Gegenbesuch in Holland auf dem Programm, anlässlich des Stadtfestes spielten wir dann in Oirsbeck auf.

Die heutige Stellung unseres Vereins und das musikalische Niveau, dass die Musiker erbringen sind nur aufgrund des Ehrgeizes und Einsatzes aller aktiven Musiker möglich. Doch neben den aktiven Musikern lebt der Verein auch von seinen vielen Helfern und Helferinnen ohne die die Veranstaltungen des Vereins nicht durchzuführen wären. Ihnen allen gilt unser herzlicher Dank. Auch in den kommenden Jahren werden wir in Gey durch die lange Tradition der Musik in die Pflicht genommen den Fortbestand der Blasmusik zu sichern. Die Ausbildung von Nachwuchsmusikern wird dabei ein Grundstein sein.
Wir werden uns auch weiterhin bemühen, kulturelles Brauchtum aufrecht zu erhalten und durch unsere Musik Freude in den Alltag der Menschen zu bringen. Darüber hinaus werden auch die guten Kontakte zu den Ortsvereinen und den befreundeten Musikvereinen weiter gepflegt werden. Unser Bestreben wird es auch künftig sein, den Kindern und Jugendlichen eine sinnvolle und interessante Freizeitgestaltung zu bieten, und eine Umgebung in der sie sich Zuhause fühlen. Lassen auch Sie sich von der Musik begeistern denn im Verein ist Musik am schönsten! Wir informieren Sie gerne.

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